KI-Kompetenz aus Bremen

Collage: WFB GmbH
Eine gläserne Wand mit Zahlen.

Der {Summer of AI} in Bremen

Künstliche Intelligenz ist in Bremen längst gelebte Praxis: In Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Netzwerken entstehen regelmäßig Lösungen, die Prozesse verbessern, Wissen zugänglich machen und neue Anwendungen ermöglichen. Die Beispiele unserer Mitgliedsunternehmen zeigen es – von konkreten Anwendungen in Logistik, Industrie, Gesundheit, Landwirtschaft und HR bis zu Angeboten für Beratung, Wissenstransfer und Umsetzung.

Eine gläserne Wand mit Zahlen.
KI in der Anwendung

KI in der Anwendung: {Praxisbeispiele} aus Bremen

 

Logistik - HEC GmbH

Automatische {Auftragserfassung} in der Stückgut-Logistik

In der Stückgut-Logistik kommen Transportaufträge oft unstrukturiert, unvollständig und über verschiedene E-Mail-Postfächer oder PDF-Anhänge herein. HEC hat für Oetjen Logistics mit LEO eine KI-gestützte Lösung entwickelt, die solche Aufträge ausliest, validiert und in ein sauberes Datenobjekt überführt, das anschließend an das Transport-Management-System weitergegeben werden kann.

Foto: HEC GmbH
KI-Experte der HEC: Jonas Tiggemann

Die Lösung kombiniert automatische Dokumentenerkennung mit menschlicher Prüfung: Auftragserfassende und Disponent*innen bleiben als „Human in the Loop“ eingebunden und können fehlende Informationen direkt aus dem System heraus beim Auftraggebenden anfordern. So wird KI nicht als Blackbox eingesetzt, sondern als Unterstützung in einem komplexen, fehleranfälligen Arbeitsprozess.

Das bringt es
  • schnellere und zuverlässigere Auftragserfassung
  • weniger manuelle Arbeit und Medienbrüche
  • bessere Nachvollziehbarkeit durch Änderungshistorie und menschliche Prüfung

Mail an Jonas Tiggemann

Industrie - encoway

KI und CPQ für den {industriellen Vertrieb} verbinden

Der Vertrieb komplexer Industrieprodukte braucht schnelle Angebote, konsistente Produktdaten und verlässliche technische Entscheidungen – auch dann, wenn Variantenvielfalt, internationale Märkte und Fachkräftemangel den Prozess anspruchsvoller machen. encoway entwickelt dafür KI-gestützte Lösungen, die generative KI mit bewährter CPQ-Logik verbinden.

Foto: encoway

Generative KI unterstützt dabei, Informationen schneller zu erfassen, Anfragen auszuwerten, Übersetzungen zu erstellen, Produktsuchen zu erleichtern oder erste Konfigurationsvorschläge zu machen. Die CPQ-Logik sorgt gleichzeitig dafür, dass technische Regeln, Variantenlogik und Angebotsprozesse zuverlässig bleiben. So entsteht eine Verbindung aus einfacher Bedienung, Automatisierung und fachlicher Kontrolle für den industriellen Vertrieb.

Das bringt es
  • schnellere und effizientere Vertriebsprozesse
  • verlässliche Konfiguration komplexer Produkte
  • bessere Entscheidungsunterstützung bei Angeboten, Produktdaten und Varianten

Mehr erfahren

Desinformation - TZI

Gesundheitsbezogene {Desinformation} früher erkennen

Im Projekt DIALOG entwickelt die Universität Bremen gemeinsam mit dem TZI und dem Institut für Public Health und Pflegeforschung Ansätze, um gesundheitsbezogene Desinformation in sozialen Medien früher zu erkennen und einzuordnen. KI soll dabei helfen, neue Themen zu identifizieren, einzelne Beiträge übergeordneten Narrativen zuzuordnen und evidenzbasierte Gegenmaßnahmen zu unterstützen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Large Language Models, die Menschen im Dialog helfen, Falschinformationen kritisch einzuordnen, Fragen zu beantworten und überprüfbare Gegenrede zugänglich zu machen. Wichtig ist dabei die Anbindung an eine von Expert*innen verifizierte Datenbasis, damit Antworten nachvollziehbar und evidenzbasiert bleiben.

Das bringt es
  • frühere Erkennung gesundheitsbezogener Desinformation
  • bessere Unterstützung für Krisenkommunikation, Prävention und Wissenschaftskommunikation
  • überprüfbare, zielgruppengerechte Gegenmaßnahmen gegen Falschinformationen

Die Projektwebsite ist in Kürze verfügbar.

Industrie - team neusta

Ersatzteile {schneller finden} – per Foto

Im Service und Vertrieb technischer Produkte hängt die Suche nach passenden Teilen oft an Artikelnummern, Spezialwissen oder mühsamer Recherche. team neusta hat für ein Industrieunternehmen im Automotive-Sektor eine bildbasierte KI-Teilesuche entwickelt, die anhand eines Fotos die visuell ähnlichsten Teile aus einem großen Katalog findet.

Foto: Co-Pilot, team neusta

Die Anwendung macht den Suchprozess unabhängiger von exakten IDs oder dem Erfahrungswissen einzelner Mitarbeitender. Ein Foto des Alt-Teils reicht aus, damit das System passende Katalogartikel vorschlägt und Service-Teams schneller zum richtigen Ergebnis kommen.

Das bringt es
  • schnellere Suche nach passenden Ersatz- und Bauteilen
  • weniger Abhängigkeit von Artikelnummern und Spezialwissen
  • bessere Unterstützung für Service, Vertrieb und B2B-Teilehandel

Mehr erfahren

Gesundheit - Fraunhofer MEVIS

Aus wenigen medizinischen Bildern {relevante Muster} erkennen

In der medizinischen Forschung und Diagnostik stehen oft nur begrenzte Datenmengen zur Verfügung – gleichzeitig können in Bilddaten wichtige Hinweise auf Krankheitsverläufe, Risiken oder mögliche Behandlungserfolge verborgen sein. Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS entwickelt mit RISMO ein Verfahren, das medizinische Bilddaten automatisch analysiert, wichtige Bereiche markiert und daraus Prognosen ableitet.

Foto: Fraunhofer MEVIS

RISMO basiert auf einem medizinischen Foundation Model, das mit wenigen problemspezifischen Trainingsdaten arbeiten kann. So lassen sich aus komplexen Bildern klare Informationen gewinnen – etwa für Pathologie, Radiologie, Pharma-Unternehmen oder Forschungspartner, die klinische Daten besser auswerten möchten.

Das bringt es
  • Erkennung relevanter Muster in medizinischen Bildern
  • Unterstützung bei Prognosen zu Krankheitsverlauf und Behandlungserfolg
  • bessere Nutzbarkeit klinischer Bilddaten für Forschung und Gesundheitsanwendungen

Mehr erfahren (Projekt RISMO)

Mehr erfahren (Digital Biomarkers)

Human Ressources - affinis AG

Länderübergreifender {Self-Service-Agent} für den Personalbereich

affinis zeigt, wie KI im HR-Alltag konkrete Entlastung schaffen kann: Für einen international tätigen Medizintechnikhersteller hat die IT- und Technologieberatung einen länderübergreifenden Self-Service-Agenten für den Personalbereich entwickelt. Mitarbeitende können Fragen zu HR-Richtlinien, Urlaub, Benefits oder Onboarding direkt in Microsoft Teams stellen und erhalten Antworten auf Basis freigegebener interner Wissensquellen.

Das Beispiel macht deutlich, wie KI nicht nur als Chatbot, sondern als integrierter Service im Arbeitsalltag eingesetzt werden kann – mehrsprachig, skalierbar und eingebettet in bestehende Unternehmenssysteme.

Das bringt es
  • Entlastung für HR-Teams
  • schnellere Antworten für Mitarbeitende
  • mehr Antwortkonsistenz bei wiederkehrenden Personalfragen

Mehr erfahren

Landwirtschaft - TZI

KI-gestützter Herdenschutz

Das TZI-Team „Sustainable Communication Networks“ arbeitet mit mAInZaun an einem intelligenten Weidezaun, der Raubtiere – insbesondere Wölfe – mithilfe von Künstlicher Intelligenz und Sensortechnik erkennen und abschrecken soll. Ziel ist es, Weidetiere besser zu schützen und gleichzeitig das Zusammenleben von Menschen, Haustieren und Raubtieren zu unterstützen. Zum Einsatz kommen Technologien wie TensorFlow, PyTorch und OpenCV.

Das bringt es

  • Zuverlässigeres Erkennen und Abschreckung von Raubtieren
  • mehr Robustheit gegenüber Sensorausfällen oder Manipulationen
  • Beitrag zu nachhaltigen, intelligenten Anwendungen in der Landwirtschaft

Mehr erfahren

Landwirtschaft - TZI

Aggressives {Verhalten} bei Milchziegen frühzeitig erkennen

Aggressives Verhalten in der Milchziegenhaltung kann zu Verletzungen führen und stellt Betriebe vor die Herausforderung, Tiere und Herden besser im Blick zu behalten. Im Projekt VerZi entwickelt das TZI-Team „Nachhaltige Kommunikationsnetze“ deshalb eine KI-gestützte Lösung, die einzelne Tiere und ihre Körperteile analysiert und daraus räumliche und zeitliche Verhaltensmuster ableitet.

KI wird hier direkt in einem landwirtschaftlichen Praxisfeld eingesetzt: Sie soll dabei helfen, kritische Situationen früher zu erkennen, das Herdenmanagement zu unterstützen und das Tierwohl zu verbessern. Das Projekt verbindet Computer Vision, Forschung und Landwirtschaft in einem Anwendungsfeld, das vielen nicht sofort als KI-Thema in den Sinn kommt.

Das bringt es
  • frühzeitige Erkennung aggressiven Verhaltens in der Milchziegenhaltung
  • weniger Verletzungen und besseres Tierwohl
  • Unterstützung für Herdenmanagement und landwirtschaftliche Betriebe

Mehr erfahren

 

Virtual Reality - Universität Bremen

{Virtuelle Testbeds} für Forschung, Entwicklung und Training

Das CGVR Lab der Universität Bremen entwickelt virtuelle Testbeds: digitale Zwillinge in Virtual-Reality-Umgebungen, mit denen Nutzer*innen intuitiv interagieren und unterschiedliche Szenarien durchspielen können. Die Anwendungsfelder reichen von Training und Lehre über die Entwicklung technischer Systeme bis hin zu Entscheidungsprozessen in komplexen Umgebungen.

Illustration: TZI

KI kommt dabei auf mehreren Ebenen zum Einsatz: etwa zur Steuerung autonomer Systeme, zur Simulation virtueller Welten oder zur Erfassung der Interaktion zwischen Menschen und virtueller Umgebung. So können Lern-, Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse in einer sicheren, virtuellen Umgebung schneller und anschaulicher durchlaufen werden.

Das bringt es
  • Training und Erprobung in einer gefahrlosen virtuellen Umgebung
  • schnellere Entwicklungszyklen für komplexe technische Systeme
  • bessere Entscheidungsgrundlagen durch „What-if“-Szenarien

Mehr erfahren

KI ermöglichen

KI ermöglichen: Beratung, {Wissenstransfer} und Kompetenzaufbau

Beratung & Transfer - BREMEN.AI

KI-Wissen aus der Forschung {in den Mittelstand} bringen

Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist KI längst ein relevantes Thema – aber der Weg von der ersten Orientierung zur sinnvollen Anwendung im Arbeitsalltag ist oft nicht direkt klar. Das Transferzentrum für Künstliche Intelligenz BREMEN.AI setzt genau dort an: Es verbindet Wirtschaft und Wissenschaft, fördert den Austausch von Wissen und Technologien und begleitet Unternehmen dabei, KI besser zu verstehen und praktisch nutzbar zu machen.

Im Mittelpunkt stehen Beratung, Workshops und Netzwerkveranstaltungen für KMU. Ziel ist es, KI-Technologien nicht nur abstrakt einzuordnen, sondern konkrete Anknüpfungspunkte für den eigenen Arbeitsalltag zu finden – sinnvoll, gewinnbringend und nah an den Bedarfen der Unternehmen.

Das bringt es
  • Brücke zwischen KI-Forschung und Unternehmenspraxis
  • Orientierung und Wissenstransfer für kleine und mittlere Unternehmen
  • Unterstützung dabei, KI sinnvoll im Arbeitsalltag einzusetzen

Mehr erfahren

KMU-Beratung - Digitallotsen

Praxisorientierter {Einstieg} für KMU

Die Digitallotsen der WFB unterstützen Bremer Unternehmen dabei, KI sinnvoll einzuordnen und erste konkrete Schritte zu gehen. Zum Angebot gehören unter anderem KI-Potenzialanalysen, KI-Roadmaps, Custom GPTs und Konnektoren – eingebettet in das bestehende kostenfreie Beratungs- und Veranstaltungsangebot für bremische Unternehmen.

Gerade für kleine und mittlere Unternehmen liegt die Herausforderung oft nicht darin, noch mehr über KI zu hören, sondern den passenden Einstieg zu finden: Wo lohnt sich der Einsatz? Welche Anwendungen bringen schnell Nutzen? Und welche Tools passen wirklich zum eigenen Unternehmen? Die Digitallotsen helfen dabei, KI-Themen zu priorisieren und praxisnah in die Umsetzung zu bringen.

Das bringt es
  • niedrigschwellige Orientierung für Bremer KMU
  • Unterstützung bei Auswahl und Einführung passender KI-Anwendungen
  • konkrete Impulse für Branchen wie Einzelhandel, Gastgewerbe und Tourismus

Mehr erfahren

KI-Agenten - FILMFLUT

Praxisleitfaden: {KI-Agenten} für Selbstständige und KMU

Georg Roch von FILMFLUT entwickelt mit dem KI-Mitarbeiter-Handbuch einen Praxisleitfaden für nichttechnische Unternehmer*innen, Selbstständige und kleine Teams. Das Handbuch soll verständlich erklären, wie KI-Agenten funktionieren, welche Tools sinnvoll sind und wie erste eigene KI-Workflows kontrolliert aufgebaut werden können.

Illustration: FILMFLUT

Ausgangspunkt sind Erfahrungen aus dem eigenen Unternehmensalltag: Bei FILMFLUT kommen KI-gestützte Systeme bereits in Bereichen wie persönlicher Assistenz, Recherche, Projektvorbereitung, Kommunikation, Marketingunterstützung und Content zum Einsatz. Diese Learnings werden nun so aufbereitet, dass kleinere Unternehmen einen nachvollziehbaren Einstieg finden – von den Grundlagen über erste Anwendungsfälle bis zur kontrollierten Erweiterung eigener KI-Prozesse.

Das bringt es
  • verständlicher Einstieg in KI-Agenten für nichttechnische Zielgruppen
  • Orientierung bei Tools, Workflows, Kosten, Risiken und Zugriffsrechten
  • praktische Unterstützung für Selbstständige, kleine Teams und KMU

Mehr erfahren

Umsetzung & Prototyping - team neusta

Unternehmen vom KI-Interesse zur Umsetzung {begleiten}

team neusta unterstützt Organisationen dabei, aus ersten KI-Ideen konkrete Anwendungen, Prototypen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Das Spektrum reicht von Strategieberatung und KI-Kompetenzaufbau über Workshopformate wie „AI Design Sprint“, „AI Fast Track“ oder „AI Bricks“ bis hin zu souveränen KI-Lösungen und unternehmenseigenen Plattformen wie der AI Suite.

Foto: team neusta

Viele Unternehmen wissen inzwischen, dass KI für sie relevant wird – aber nicht immer, wo sie sinnvoll anfangen sollen. team neusta setzt deshalb an unterschiedlichen Punkten an: bei strategischer Orientierung, bei konkreten Use Cases, bei Prototyping, bei Daten- und Systemfragen oder bei der Frage, wie KI sicher, DSGVO-konform und unabhängig von einzelnen Anbietern eingesetzt werden kann.

Das bringt es
  • strukturierter Weg von der KI-Idee zum konkreten Use Case
  • Unterstützung bei Strategie, Prototyping, Umsetzung und Kompetenzaufbau
  • technische und organisatorische Orientierung für Unternehmen, die KI produktiv einsetzen wollen

Mehr erfahren