Was sollten Unternehmen {beachten,} bevor sie KI-Agenten mehr Handlungsspielraum geben?
Eine zentrale Regel lautet: Ein Agent sollte nicht automatisch alles dürfen, was technisch möglich ist. Je sensibler eine Aktion ist, desto wichtiger werden begrenzte Zugriffsrechte, Monitoring und gegebenenfalls eine menschliche Freigabe.
Auch der Grad der Autonomie sollte zur Aufgabe passen. Für manche Anwendungen reicht es, wenn ein Agent Informationen sammelt und einen Vorschlag macht. Bei anderen darf er vielleicht selbstständig einen Prozess anstoßen. Ob er dagegen eigenständig Zahlungen auslösen, Kundendaten verändern oder Softwarecode produktiv einsetzen sollte, ist eine ganz andere Sicherheitsfrage.
Für die Umsetzung empfiehlt Just konkrete technische Leitplanken. Agenten sollten eigene, eindeutig zuordenbare Identitäten mit kurzlebigen Zugangsdaten erhalten. Ihr Zugriff müsse auf die für den konkreten Auftrag erforderlichen Daten, Funktionen und Netzwerkverbindungen begrenzt sein. Diese Grenzen müssten außerhalb des Modells technisch durchgesetzt werden.
„Vor dem produktiven Einsatz sind realistische Sicherheitstests erforderlich, ausdrücklich auch mit manipulierten Eingaben“, konkretisiert Just. „Im laufenden Betrieb braucht es eine nachvollziehbare Protokollierung, kontinuierliche Überwachung und die Möglichkeit, Zugriffe unmittelbar zu sperren. Für folgenreiche Aktionen wie Zahlungen, Datenlöschungen oder Änderungen an Berechtigungen sollten risikogerechte menschliche Freigaben vorgesehen sein.“