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Ware unterwegs: Lieferketten lassen sich jetzt durchgängig überwachen

Um reale Bedingungen nachzustellen, haben die BIBA-Wissenschaftler eine Buckelpiste in ihren Demonstrator eingebaut. Foto: Sabine Nollmann

Werden für die Produktion erforderliche Güter beschädigt oder zu spät geliefert, kann das zu Nacharbeiten, Eiltransporten oder gar Produktionsstillständen führen. Aufwand und Kosten dafür können mithilfe einer lückenlosen Qualitätsüberwachung in der Lieferkette deutlich reduziert werden. Genau damit hat sich das Projekt SaSCh (Digitale Services zur Gestaltung agiler Supply Chains) beschäftigt. Forschungspartner war das BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen.

Entwicklungs- und Anwendungspartner in dem dreijährigen Projekt mit einem Gesamtumfang von 4,5 Millionen Euro waren die Unternehmen BLG Logistics (Bremen), Bosch (Stuttgart/Bühl) und queo (Dresden) sowie die Standardisierungsorganisation GS1 Germany (Köln). Das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium im Technologieprogramm "PAiCE – Digitale Technologien für die Wirtschaft" gefördert.

Das im Projekt entwickelte System ermöglicht die durchgängige digitale Erfassung qualitäts- und zustandsrelevanter Daten in der Lieferkette und eine intelligente Verknüpfung dieser Daten. Bei Auftreten unerwarteter Ereignisse schickt das System den Beteiligten in Produktion und Logistik Handlungsempfehlungen in Echtzeit.

"Ein bedeutender wettbewerbsrelevanter Differenzierungsfaktor"

"Angesichts der weltweit verteilten Produktionsnetze und komplexen Lieferketten gilt die Logistik mittlerweile als ein bedeutender, wettbewerbsrelevanter Differenzierungsfaktor", sagt BIBA-Leiter Prof. Dr.-Ing. Michael Freitag. Entsprechend wichtig sei ein umfassendes Monitoring der Waren auf den vielfältigen Transportwegen. "Die Akteure im Netzwerk erhalten für sie relevante Statusmeldungen noch vor der Ankunft der Ware. Damit können sie nicht nur wie bisher reaktiv, sondern nun proaktiv handeln."

Die Forschungsergebnisse wurden am Beispiel von Zulieferteilen für die Automobilindustrie erfolgreich geprüft und sind auch auf andere Branchen übertragbar. Nachdem im Projekt die Grundlage geschaffen und ein Prototyp erstellt wurde, arbeiten die Projektpartner nun an einer Lösung für den Markt.

Weitere Informationen sind hier erhältlich.

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