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TZI erforscht Einsatz von Chatbots im Bremer Bürgerservice

Mensch oder KI am Apparat? Die Universität Bremen setzt bei dem Projekt auf die IDA Chatbot Technologie, die von Nina und Dirk Wenig am TZI entwickelt und bereits ausgezeichnet wurde. Foto: GfG/Universität Bremen

Künstliche Intelligenz könnte in Zukunft helfen, Fragen von Bürgern rund um die Uhr zu beantworten: Der Senator für Finanzen hat das Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen mit der Erforschung eines Chatbots beauftragt, der Textnachrichten automatisch verarbeitet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines prototypischen digitalen Assistenten, der mit Bremer Bürgern erprobt wird. Die dabei genutzte Chatbot-Technologie wurde im vergangenen Jahr bereits mit dem Innovationspreis „Campusideen 2018“ ausgezeichnet.

Konkret geht es bei dem Projekt um die Beantwortung von häufig gestellten Fragen zu Dienstleistungen, beispielsweise zur Ausstellung eines Personalausweises. Dabei wird das Anfrageverhalten der Nutzer anonym dokumentiert, analysiert und aufbereitet, um den Bürgerservice optimieren zu können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgertelefons werden von Anfang an mit Workshops in das Projekt eingebunden. „Wir möchten den Service für die Bürgerinnen und Bürgern mit einem zusätzlichen Informationskanal verbessern“, erklärt Finanzstaatsrat Henning Lühr. „Der Vorteil: Der Chatbot ist rund um die Uhr erreichbar. Das bewährte Angebot des Bürgertelefons Bremen bleibt erhalten.“ 

Technologie wurde bereits ausgezeichnet

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bremen setzen bei dem Projekt auf die IDA Chatbot Technologie, die von Nina und Dirk Wenig am TZI entwickelt und im vergangenen Jahr mit dem Innovationspreis „Campusideen 2018“ ausgezeichnet wurde. IDA kann sich mit Hilfe von maschinellen Lernverfahren (ML) weitgehend selbst trainieren, indem beispielsweise Informationen von Websites oder Broschüren analysiert werden. „Das System bietet aber auch die Möglichkeit, das erworbene Wissen gezielt zu kontrollieren und zu erweitern – dazu stellt es die gelernten Zusammenhänge übersichtlich und verständlich auf einer Website dar“, erläutert Nina Wenig. „So wird unter anderem vermieden, dass der Chatbot sich eigenständig Antworten aneignet, die im Umgang mit den Kunden unerwünscht wären.“  

Nina und Dirk Wenig haben die IDA Chatbot Technologie so konzipiert, dass sie sich mit vergleichsweise geringem Aufwand für unterschiedliche Zwecke einsetzen lässt. Bis zum Ende dieses Jahres wollen sie ein Unternehmen gründen, dass die Innovation weiterentwickelt und vermarktet. 

Weitere Informationen sind hier erhältlich.

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