Einzelmeldung

Mit mobilen DNA-Analysen aus Bremerhaven falschen Fischen auf der Spur

Schnelle Datenauswertung durch das Dienstleistungslabor Impetus Bioscience mit dem neuen Verfahren "Oxford Nanopore-Sequenzierung" Foto: BIS/ David Farcas

Das Bremerhavener Dienstleistungslabor Impetus Bioscience präsentiert die Ergebnisse eines Innovationsprojektes in dem der Fischstäbchenhersteller Frozen Fish International Pilotkunde war. Mittels einer auf Nanotechnologie basierenden, mobilen DNA-Sequenzierung können innerhalb weniger Stunden ortsunabhängig Speisefischarten exakt bestimmt werden.

Wo Scholle draufsteht, muss auch Scholle drin sein. So sieht es eine EU-Verordnung für Fischerei- und Aquakultur-Produkte vor. „Selbstverständlich sind wir über die Gesetzgebung gehalten, den Konsumenten nicht in die Irre zu führen“ erklärt Dr. Florian Baumann, Leiter des Qualitätsmanagements bei Frozen Fish International (FFI), im Rahmen der Projektpräsentation Ende Juli 2019.

Der weltweit größte Produzent von Tiefkühlprodukten stellt im Bremerhavener Fischereihafen vor allem Fischstäbchen für den deutschen und internationalen Markt her. „Wir verarbeiten hier etwa 60.000 Tonnen Tiefkühlfisch im Jahr und kennen unsere Lieferanten ausnahmslos sehr genau“, so Baumann weiter. „Die Kolleginnen und Kollegen im Qualitätsmanagement kontrollieren im Rahmen von Wareneingangskontrollen den angelieferten Fisch, etwa 70 Tonnen im Jahr werden aufgetaut und untersucht.“

Zudem lässt FFI seine Rohware bei ansässigen Handelslaboren wie beispielsweise Impetus Bioscience extern untersuchen. Das kostet Zeit. Erst zwei bis drei Tage später haben Baumann und seine Kollegen die Ergebnisse auf dem Tisch. Mit dem vorgestellten neuen Verfahren, einer sogenannten Oxford Nanopore-Sequenzierung, könnte dieser Vorgang zukünftig deutlich beschleunigt werden, so dass das Ergebnis bereits nach einigen Stunden vorliegt. Eine DNA zu sequenzieren bedeutet, die Abfolge der Basen innerhalb eines DNA-Moleküls festzustellen.

Das von Impetus Bioscience vorgestellte Projekt trägt den Namen „Mobile NGS & Mobile LIMS” und wurde von der BIS im Rahmen der Ausschreibung „Digitalisierung / Industrie 4.0“ aus Mitteln des Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. 

Weitere Informationen sind hier erhältlich.

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