Einzelmeldung

IT-Planungsrat beauftragt Bremen mit neuen Digitalisierungsaufgaben

Das Onlinezugangsgesetz sieht vor, dass alle Verwaltungsdienstleistungen bis 2022 online angeboten werden müssen. Der von Bund und Ländern getragene IT-Planungsrat hat über 500 Verwaltungsdienstleistungen in verschiedene Kategorien eingeordnet und ein Umsetzungskonzept beschlossen. Bremen hat für den Themenbereich „Familie und Kind“ die Federführung übertragen bekommen. 

„Eine große Anerkennung für die Bremer IT-Kompetenz“, freut sich Bürgermeisterin Karoline Linnert. „Unsere Fachleute genießen einen guten Ruf auf Bundesebene.“ Die konkreten technischen Lösungen sollen nun geplant und erstellt werden, insbesondere unter Einbeziehung schon vorhandener Ansätze. „Es geht um mehr, als bereits existierende Papier-Formulare ins Netz zu stellen“, teilt der Senat mit. 

Neu im Fokus sind fachübergreifende Verfahren, die den Alltag der Bürgerinnen und Bürger vereinfachen und eine schnellere Bearbeitung von Anträgen ermöglichen sollen. Ein Beispiel ist das Bremer Projekt „Elfe – Einfach Leistungen für Eltern“. Eltern sollen zukünftig die Geburtsurkunde für ihr Neugeborenes zugeschickt sowie Kinder- und Elterngeld ausgezahlt bekommen, ohne dass sie dafür Behörden aufsuchen und komplizierte Anträge stellen müssen. Notwendig bleiben lediglich die Einwilligung zum Datenaustausch verschiedener Dienststellen über dort bereits vorhandene Informationen und die Auskunft, wer von den Eltern wie lange zu Hause bleiben oder Teilzeit arbeiten will.

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