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Instaride: Mitfahrplattform für kurze Wege entwickelt

Auf geht's: Informatiker und Juristen der Oldenburger Carl von Ossietzky Universität beim Kick-Off-Meeting für Instaride. Quelle: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Auf dem Weg zur Arbeit oder bei anderen Alltagsfahrten sitzen die meisten Menschen allein im Auto. Dabei sind womöglich zur gleichen Zeit weitere Fahrer mit ähnlichem Ziel unterwegs. Diese Personen schnell und unkompliziert zusammenzubringen ist das Ziel des kürzlich gestarteten Projekts Instaride, an dem das Interdisziplinäre Zentrum für Recht in der Informationsgesellschaft (ZRI) und die Abteilung Wirtschaftsinformatik/VLBA der Universität Oldenburg beteiligt sind. Die Projektleitung liegt bei den Oldenburger Entwicklern von Granny&Smith, ein weiterer Projektpartner ist die städtische Wirtschaftsförderung. Das Gesamtvolumen des Projekts, das der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des "Niedersächsischen Innovationsförderprogramms für Forschung & Entwicklung in Unternehmen" über einen Zeitraum von zwei Jahren fördert, liegt bei knapp 1,2 Millionen Euro. 

Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht oder anbietet, kann dies derzeit bereits über diverse Online-Plattformen tun. Nutzer machen von dieser Möglichkeit allerdings vor allem bei längeren Strecken Gebrauch, da die Suche nach einem passenden Partner relativ zeitaufwändig ist. "Instaride setzt auf das Potential der alltäglichen Fahrten, die sowieso stattfinden", sagt Prof. Dr. Jorge Marx Gómez, Leiter der Abteilung Wirtschaftsinformatik/Very Large Business Applications der Universität. Ziel von Instaride ist es, das Mitfahren auch auf mittleren und kurzen Strecken attraktiv zu machen. "Wir wollen eine moderne Plattform schaffen, die es ermöglicht, diese Fahrten schnell und unkompliziert für Mitfahrer freizugeben", erläutert Projektleiter Johann Damm von Granny&Smith. Auf diese Weise soll Instaride unnötige Autofahrten vermeiden und die Anzahl der Personen pro Fahrzeug erhöhen – was wiederum den Verkehr entlasten und CO2-Emissionen senken würde. 

Das ZRI der Universität Oldenburg beschäftigt sich unter Leitung von Prof. Dr. Prof. h.c. Jürgen Taeger mit den rechtlichen Fragen, die das Projekt aufwirft, zum Beispiel zur Sicherheit der verwendeten Daten, zu Implikationen des Personenbeförderungsgesetzes oder zu Haftungsfragen. Die Rechtssicherheit sei einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg des Projekts, betonen die Projektpartner. 

Die Wirtschaftsinformatiker der Universität um Marx Gómez sind unter anderem daran beteiligt, einen sogenannten Matching-Algorithmus zu entwickeln, der Fahrer und Mitfahrer intelligent zusammenbringt. Darüber hinaus arbeiten die Wissenschaftler am Aufbau der Instaride-Plattform und der zugrundeliegenden Datenbanken mit. Untersucht werden dabei auch spezielle Einsatzszenarien der Blockchain-Technologie – einem Verfahren, das fortlaufend entstehende Datensätze so miteinander verkettet, dass sie nachträglich nicht mehr verändert werden können.

Weitere Informationen sind hier erhältlich.

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