Einzelmeldung

BIS fördert Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Delikatessenproduktion

Gemeinsam haben (von links) Guido Ketschau (BIS), Dr. Ramona Bosse (Hochschule Bremerhaven), Ulrich Grewe (Deutsche See), Dipl. Ing. Ann-Kathrin Rohde (BIBA) und Dr. Diana Wehlau (SKUMS) die Kooperation besiegelt. Quelle: Deutsche See/ Martina Buck

Bei der Fischmanufaktur Deutsche See GmbH, einem der größten Lebensmittelproduzenten am Standort Bremerhaven, werden die Delikatessen nach wie vor in Handarbeit hergestellt. Ein Mitte Dezember 2019 bewilligtes Kooperationsprojekt mit dem Titel Manufaktur 4.0 soll nun erforschen, inwieweit sich die Feinkostproduktion mit Hilfe digitaler Prozesse nachhaltiger und ressourcenschonender als bisher gestalten lässt.

Partner im Projekt Manufaktur 4.0 sind neben der Deutsche See GmbH, die Hochschule Bremerhaven und das BIBA, Bremer Institut für Produktion und Logistik. Mitte Dezember 2019 war Dr. Diana Wehlau als Vertreterin der Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (SKUMS) nach Bremerhaven gekommen, um die Förderzusagen persönlich zu überreichen. Die Vorhabenkosten in Höhe von ca. 633.000 € werden mit ca. 224.000 € aus Mitteln des Umweltressorts und weiteren 270.000 € EU (EFRE)-Mitteln aus dem PFAU Programm zur Förderung anwendungsnaher Umwelttechniken unterstützt. Projektstart war der 1. Januar 2020.

In den Räumen der Deutsche See GmbH wurde noch einmal deutlich, worum es den Beteiligten geht: In der Fischmanufaktur kommen die frisch angelieferten Rohwaren nach eingehender Qualitätskontrolle direkt in die Feinkostproduktion und werden von Hand und nach vorgegebenen Rezepturen verarbeitet. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz soll die digitale Produktionssteuerung nun künftig gleichbleibende Qualitäten sicherstellen. Dazu gehören Vorgaben für den Wareneingang ebenso wie die Zutatenzugabe und die individuelle Verarbeitung unterschiedlicher Qualitäten. 

Digitaler Zwilling

In Kooperation mit der Hochschule und dem BIBA wird ein sogenannter digitaler Zwilling der Feinkostproduktion aufgebaut. Hier werden Parameter wie Mengen, Rohstoffe, Rezepturen, sensorische Faktoren und vieles mehr aufgenommen und mittels Künstlicher Intelligenz verarbeitet. So kann der einzelne Produktionslauf im Voraus simuliert werden. Neben der gleichbleibenden Qualität hat das Forschungsvorhaben vor allem den schonenden Umgang mit Ressourcen zum Ziel. Das Kooperationsprojekt wird von der Antragstellung bis zum Abschluss eng durch die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH begleitet.

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