Einzelmeldung

22 Millionen Euro Anschubfinanzierung für Zukunftslabore des ZDIN

Die kooperative, anwendungsorientierte Forschung im Bereich Digitalisierung vorantreiben - das ist das Ziel des Zentrums für digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN), das jetzt seine Arbeit aufgenommen hat. Die am OFFIS in Oldenburg angesiedelte Koordinierungsstelle hat am 1. Januar 2019 mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. Kern des ZDIN sind die sogenannten Zukunftslabore: (virtuelle) Plattformen, auf denen sich die niedersächsische Wissenschaft mit Praxispartnern und Unternehmen über aktuelle Forschungsfragen austauschen und gemeinsame Projekte initiieren sollen. Um die Etablierung der Zukunftslabore voranzutreiben, stellt das Ministerium für Wissenschaft und Kultur rund 22 Millionen Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung für die neue Ausschreibung „Zukunftslabore Digitalisierung" zur Verfügung. Vorgesehen ist die Förderung von sechs Verbundprojekten in den Bereichen Agrar, Energie, Gesellschaft und Arbeit, Gesundheit, Mobilität sowie Produktion mit einer Laufzeit von maximal fünf Jahren.

„Die Stärkung der angewandten Forschung im Bereich der Digitalisierung ist eine zentrale Aufgabe, die wir mit der Einrichtung des ZDIN aktiv angehen", betont Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. „Die Verbundprojekte sind die Keimzelle der landesweiten Zukunftslabore." Gefördert werden Verbünde, die unter anderem einschlägige niedersächsische Forschungsakteure vernetzen und anwendungsorientierte Forschung gemeinsam mit Praxispartnern betreiben. Jeder Verbund soll aus mindestens sieben wissenschaftlichen Antragsstellern bestehen und muss niedersächsische Universitäten und Fachhochschulen sowie zusätzliche Partner aus der Praxis beteiligen. „Auf diese Weise sollen bestehende Kooperationen zwischen niedersächsischen Wissenschaftseinrichtungen und der Praxis ausgebaut und neue Verbindungen geknüpft werden", so Thümler weiter.

Die Ausschreibung ist als Anschubfinanzierung für die Zukunftslabore gedacht - künftig sollen die Mitglieder weitere kooperative, geförderte oder beauftragte Forschungsprojekte einwerben. Pro Forschungsverbund können bis zu 3,7 Millionen Euro beantragt werden. Die Antragsfrist läuft bis zum 31. März 2019. Die geförderten Projekte starten voraussichtlich im Oktober 2019.

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier.

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