Einzelmeldung

Senat beschließt Digitalisierungsstrategie für die Verwaltung

Weniger Behördengänge, schnellere Bearbeitungen von Anträgen und ein effizienterer Austausch der verschiedenen Verwaltungseinheiten untereinander – das sind zentrale Ziele der Digitalisierungsstrategie, die der Bremer Senat jetzt verabschiedet hat.

Die Digitalisierungsstrategie für die Verwaltung verknüpft bereits begonnene und neue E-Government-Aktivitäten. Finanzsenatorin Karoline Linnert zu den Vorteilen der digitalen Technik und intelligenten Vernetzung: "Durch den verstärkten IT-Einsatz wird künftig viel Zeit gespart. Statt Akten und Briefen sollen E-Mails und elektronische Dateien die Basis des Verwaltungshandelns werden. Von der konsequenten Digitalisierung der Verwaltung profitieren Bürger und Behörden. Außerdem werden so ganze Wälder vor dem Abholzen bewahrt."

Behördengänge sollen auf ein Minimum reduziert werden. Karoline Linnert nennt ein Beispiel: "Wenn die Behörden schon elektronische Zugriffe auf Geburts- oder Eheurkunden haben, warum müssen dann Antragsteller diese Unterlagen noch vorlegen?"

Wenn das nicht mehr notwendig sei, könne zum Beispiel die Anmeldung von Neugeborenen beim Standesamt oder die Beantragung von Elterngeld vereinfacht werden. Der Senat hat die Verwaltung gebeten, diesen Vorschlag zu prüfen und weitere zu benennen.

Mit der verstärkten Digitalisierung soll die Verwaltung entlastet werden, sodass Personal verstärkt an beratungsintensiven Stellen eingesetzt werden kann, wo nicht auf den persönlichen Kontakt verzichtet werden soll.

Die Digitalisierungsstrategie umfasst eine Vielzahl von bereits begonnenen Projekten sowie einige neue. Zu den bereits begonnenen Projekten gehören zum Beispiel die Einführung der elektronischen Rechnung, die Terminvereinbarung via Internet sowie die Einführung der elektronischen Akte, die bereits in mehreren Dienststellen genutzt wird. Sie soll nun auf alle Ressorts ausgeweitet werden.

Ein neues Projekt ist das elektronische Bezahlen. Dadurch kann z.B. das Bestellen von Liegenschaftskarten erheblich vereinfacht und beschleunigt werden. In den nächsten Wochen wollen die Ressorts und Dienststellen die Details des Programms ausarbeiten. Erste Ergebnisse sollen in das Haushaltsaufstellungsverfahren für den Doppelhaushalt 2018/2019 einfließen.

Die Digitalisierungsstrategie zum Download (PDF):
www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/media.php/13/20161111_Verwaltung.pdf

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