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Brennerei-Stipendiaten entwickelten wieder unkonventionelle Lösungen für die Wirtschaft

Während des Abends hatten die Gäste die Gelegenheit, Einblick in die Projekte zu nehmen, an denen in den vergangenen sechs Monaten gearbeitet wurde. Einen Schwerpunkt bildete das Thema "Produktrückrufe". Bildquelle: Jan Rathke/WFB

Wenn gestandene Experten aus verschiedenen Branchen auf kreative Köpfe mit unterschiedlichen Schwerpunkten treffen, dann können durch neue Blickwinkel völlig neue Lösungen für Probleme und Aufgaben aus der Wirtschaft entstehen. Auf diesem Prinzip baut das Stipendiatenprogramm der "Brennerei next generation lab" auf.

2014 hat sich dort zum zweiten Mal ein internationales Team sechs Monate lang mit zwei konkreten Projekten beschäftigt. Die Erfahrungen und Ergebnisse wurden am 18. September 2014 im Rahmen der Abschlussveranstaltung "LAB 2014" in der Alten Schnapsfabrik präsentiert.

"Acht junge Menschen haben die Chance genutzt, sich im Rahmen realer Projekte zu professionalisieren", so das Fazit von Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, die für das Stipendiatenprogramm verantwortlich ist. "Gleichzeitig profitierten die Projektpartner von den unkonventionellen Ideen und dem kreativen Know-how der Stipendiaten."

Themen: Radfahren und Produktrückrufe

Die Projektpartner in diesem Jahr waren das Standortmarketing der WFB, vertreten durch Jens Jost-Krüger und Tessa Heyde mit dem Projekt "Bremen bike it!", bei dem sich alles um das Thema Radfahren in Bremen dreht. Die Firma consider it GmbH, vertreten durch Christopher Nigischer, der sich gemeinsam mit Netzwerkpartnern mit dem Thema Produktrückrufe befasst, war zweiter Partner. Als fachliche Leiter begleiteten Tammo F. Bruns, Managing Director der kleiner und bold GmbH, sowie Axel Watzke, Partner in der Agentur anschlaege.de, die einzelnen Projekte.

"In Sachen bike it! ist beispielsweise eine Ideensammlung entstanden, die nicht nur zu mehr Komfort, Sicherheit und Flexibilität im Alltag der Radfahrer in Bremen beiträgt, sondern die Kommunikation fördert", erläuterte Anne Havliza, Innovationsmanagerin Kreativwirtschaft bei der WFB, die bis zum 15. August gemeinsam mit Andrea Kuhfuß die Brennerei leitete. "Unser Team hat mit 'Pulsrada' außerdem ein Veranstaltungsformat entwickelt, das engagierte Protagonisten aus der Fahrradszene zur aktiven und nachhaltigen Vernetzung aktiviert."

In Zusammenarbeit mit der consider it GmbH entwickelte das Team ein Konzept zur Verbesserung der digitalen Kommunikation zwischen Unternehmen und Konsumenten im Falle eines Produktrückrufes. "Es gilt, die Verbraucher für die Komplexität von Produktrückrufen zu sensibilisieren, sie aufzuklären und eine zentrale Plattform für Produzenten und Konsumenten zu schaffen, auf der ein gegenseitiger produktiver Austausch stattfindet", hielt Chris Spatschek, einer von drei Kommunikationsdesignern im Team, fest.

Nächster Durchgang startet 2015

Die Stipendiaten aus den Bereichen Architektur, Kommunikationsdesign, Urban Design, Produktdesign und digitale Medien waren im Februar von einer Fachjury ausgewählt worden. Die Wirtschaftsförderung kooperiert bei der Umsetzung des Programms mit der Universität Bremen, der Hochschule Bremen, der Hochschule für Künste sowie mit dem Verein bremen digitalmedia. Unterstützt wurde das Team außerdem durch das Fablab Bremen e.V. bei der Produktion von Prototypen, die im 3D-Druck und Lasercut-Verfahren hergestellt wurden.

"Auch im nächsten Durchgang wird das Teilnehmerfeld wieder international besetzt sein", so Andrea Kuhfuß. "Die neuen Teammitglieder im Think Tank Brennerei starten voraussichtlich im Frühling 2015. Die Laufzeit des Stipendiums beträgt sechs Monate und ist mit 1.000 Euro pro Teilnehmenden monatlich dotiert."

Weitere Informationen: www.brennerei-lab.de

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