Einzelmeldung

Bremer Senat beschließt IT-Strategie

Der Senat hat Leitlinien für die Bremer IT-Strategie der kommenden Jahre beschlossen. "Die Bedeutung der IT für den öffentlichen Dienst wird weiter zunehmen", erläuterte Finanzsenatorin Karoline Linnert. "Wir wollen beispielsweise durch die flächendeckend eingeführte elektronische Akte und ein zentrales Dokumentenmanagement die Arbeit effizienter organisieren und durch ressort- und länderübergreifende Kooperationen Kosten senken." Der Einsatz moderner IT ermögliche, die staatlichen Aufgaben auch mit weniger Personal zu bewältigen.

"Wir fangen nicht bei Null an, wollen aber noch besser werden", so Linnert. "Die Anstalt öffentlichen Rechts, Dataport, ein Zusammenschluss von sechs Bundesländern - darunter Bremen, wurde gegründet, um Synergieeffekte zu erreichen. Mit Erfolg - dadurch wurden beispielsweise deutliche Preisvorteile beim Einkauf von Computern erreicht."

Die wichtigsten Ziele der bremischen IT-Strategie:

  • Die öffentliche Verwaltung arbeitet elektronisch. Akten, Vorgänge und Registraturen sind in einem Dokumentenmanagementsystem für alle Behörden und Ämter gespeichert.
  • Rechnungen werden nur noch elektronisch entgegengenommen und bezahlt.
  • Die Beschäftigten arbeiten mit moderner Hardware, sind mobiler, Tablets und Smartphones werden Standard.
  • Die Gesundheit der Beschäftigten wird geschützt und es gibt klare Regeln zum Schutz vor ständiger Erreichbarkeit.
  • Bremens Eigenbetriebe und Gesellschaften sowie BHV werden eingebunden in eine gemeinsame IT-Strategie.
  • Green IT, Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit sind gewollt, der Stromverbrauch wird gesenkt und sozialverantwortliche Produktionsbedingungen werden gefördert und bei Vergaben berücksichtigt.
  • Informationen sollen im Netz leichter gefunden werden. IFG-Register, Gesetzesportal, das IT-System-Bürgerservice, Open-Data-Portal und der Auftritt der Bremer Verwaltung bei bremen.de werden in einem neuen Webauftritt zusammengefasst, in dem alle Dienststellen, Dienstleistungen, Dokumente und verfügbaren Daten stehen.
  • E-Government-Angebote werden weiterentwickelt.
  • Ein Online-Terminmanagementsystem für alle bremischen Behörden wird eingeführt.
  • Die regionale IT-Wirtschaft erhält durch kleinteilige Ausschreibung die Chance, Aufträge zu erhalten.
  • Neue IT-Programme sollen vermehrt mit anderen norddeutschen Ländern entwickelt werden.

"Diese Ziele beinhalten einen umfangreichen Arbeitsauftrag. Es wird Jahre dauern, alles umzusetzen", erläutert die Senatorin. "Verwaltungsmodernisierung ist und bleibt eine Daueraufgabe. Die Neuordnung der Aufgabenwahrnehmung steht ganz oben auf der Agenda des Senats. Eine große Rolle spielt dabei der IT-Einsatz."

Die Strategie kann hier als PDF heruntergeladen werden: senatspressestelle.bremen.de

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