Einzelmeldung

Astronaut und Roboter proben gemeinsamen Weltraumeinsatz

Wie die Zusammenarbeit von Astronaut und Roboter unter Weltraumbedingungen gelingen kann, untersucht das Robotics Innovation Center des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) gemeinsam mit internationalen Partnern im Projekt "Moonwalk". Um den unwirtlichen Bedingungen auf anderen Planeten möglichst nahe zu kommen, testen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die im Projekt entwickelten Technologien in zwei analogen Simulationskampagnen: Zuerst in der Wüstenlandschaft von Rio Tinto (Spanien) und vom 28. Mai bis 12. Juni in der Mittelmeerbucht von Marseille.

Robotersteuerung über Gesten

Ziel des Moonwalk-Projekts, das seit 2013 von der EU im Bereich "Space Research" gefördert wird, ist die Entwicklung und Erprobung von Technologien für Explorationsmissionen zu Mond und Mars. Unter der Koordination des DFKI Robotics Innovation Center erforschen sieben internationale Projektpartner, wie Astronauten von Robotern bei der Erkundung planetarer Oberflächen unterstützt werden können. Der Fokus liegt dabei auf der Interaktion zwischen Astronaut und Roboter, die – unter anderem aufgrund des dicken Raumanzugs und der geringen Schwerkraft - eine große Herausforderung darstellt.

Das Robotics Innovation Center hat in Moonwalk die robotische Plattform "Yemo" für den Einsatz in Weltraumsimulationen sowie ein Interface, über das der Astronaut mit dem Roboter kommunizieren kann, entwickelt. Die Steuerung erfolgt über Gesten des Astronauten. Yemo ist als Mikro-Rover konzipiert, der sowohl an Land als auch unter Wasser in schwierigem Gelände einsetzbar ist. Ausgestattet mit einer 360-Grad-Kamera kann der Roboter seine Umgebung umfassend untersuchen.

Bergbaulandschaft als Mars-Ersatz

Beim ersten Test erproben die Wissenschaftler die Zusammenarbeit von Astronaut und Roboter in einem ehemaligen Bergbaugebiet von Rio Tinto, das aufgrund seiner geochemischen Eigenschaften der Marsoberfläche ähnelt. Astronaut und Yemo erkunden gemeinsam das Gelände, führen Messungen durch und nehmen Proben - wobei der Roboter auch in für den Menschen potenziell gefährliches Terrain vordringen soll, zum Beispiel in Höhlen.

Bei der zweiten Simulation tauchen Astronaut und Roboter in der Mittelmeerbucht der französischen Stadt Marseille ab, deren Meeresgrund der Beschaffenheit einer Mondlandschaft ähnelt. Die Unterwassertests sollen die Effekte der geringen Schwerkraft von Mondmissionen simulieren.

Weitere Informationen:
www.projectmoonwalk.net

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