Damit haben sie die Prognose des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) um sechs Prozentpunkte übertroffen. Auch bei den Mitarbeitern stehen die Zeichen auf Wachstum: Die Zahl der Festangestellten stieg 2010 um durchschnittlich 14,5 Prozent. Das geht aus dem jährlichen Internetagentur-Ranking des BVDW hervor. Das Umsatzplus der Internetdienstleister fällt deutlich höher aus als bei den PR-Agenturen (1,4 Prozent gegenüber 2009) und den klassischen Kommunikationsagenturen. Letztere haben laut dem GWA-Frühjahrsmonitor im vergangenen Jahr ein Wachstum von durchschnittlich 7,5 Prozent verbucht.
"Der Bereich der Full-Service-Internetagenturen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und zählt zu den Treibern der digitalen Wirtschaft", so Dirk Kedrowitsch, Vizepräsident des BVDW.
Vor allem das steigende Interesse an qualitativen Online-Dienstleistungen sorge auch weiterhin für eine positive Entwicklung. In den Top 10 gibt es unmittelbar hinter Dauer-Spitzenreiter T-Systems Multimedia Solutions ordentlich Bewegung – nicht zuletzt durch das Fehlen von Pixelpark, Syzygy und Euroweb (Vorjahr: Platz 2, 5 und 6). Die Agenturen konnten unter anderem aus aktienrechtlichen beziehungsweise formalen Gründen am diesjährigen Ranking nicht teilnehmen. So schiebt sich Plan.Net erstmals auf Rang 2. Auf den dritten Platz rückt Sapient Nitro. Auch alle anderen Top-10-Agenturen verbessern sich: SinnerSchrader von Platz 7 auf 4, Digital Media Center von 8 auf 5, Bassier, Bergmann & Kindler von 9 auf 7. hmmh multimediahaus landet ebenfalls unter den besten Zehn. Zusammen konnten diese Web-Spezialisten 2010 einen Honorarumsatz von rund 285 Millionen Euro verzeichnen.
Stefan Messerknecht spricht im Interview der HORIZONT über die Platzierung von hmmh:
Wie wird sich 2011 Ihr Umsatz entwickeln?
Stefan Messerknecht: "Das erste Quartal bestätigt die Prognose für unsere Agentur und brachte bereits ein zweistelliges Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Wir gehen aktuell davon aus, dass sich diese Entwicklung für das Gesamtjahr fortsetzen wird."
Welche werden 2011 die größten Wachstumsbereiche sein?
Stefan Messerknecht: "Wir gehen davon aus, dass die neue Positionierung sich weiter in den Köpfen der Entscheider verankern und hmmh mit Lösungen im Bereich Digital Commerce und Brand Communication gleichermaßen neue Projekte und Umsätze generieren wird.
Schon 2010 gab es den Trend, dass Digitalagenturen immer stärker den klassischen Agenturen bezüglich Markenführung Konkurrenz machen."
Wie hat sich das in den vergangenen zwölf Monaten weiterentwickelt?
Stefan Messerknecht: "Dieser Trend hat sich verstärkt. hmmh wird vom Kunden immer früher einbezogen, wenn es um die Neu-/Weiterentwicklung von Marketing- und Vertriebslösungen über die digitalen Kanäle geht und wir spüren eindeutig eine Verschiebung der Etats zu Gunsten dieser Kanäle."
Klassische Agenturen stellen sich auch im Management immer stärker digital auf. Was bedeutet das für Digitalagenturen? Wie beurteilen Sie diesen Trend?
Stefan Messerknecht: "hmmh sieht den Wettbewerbsdruck für alle Marktteilnehmer gleichermaßen ansteigen. Die Digitalagenturen haben einen Erfahrungs- und Innovationsvorsprung hinsichtlich der Verbindung der klassischen und digitalen Themen und sind somit in beiden Welten bereits gut positioniert. Diesen Vorsprung gilt es zu nutzen und auszubauen. Eine Angleichung in der Branche sehen wir keinesfalls, weil jede Agentur ihr ganz spezielles Portfolio hat und auch ihren "USP" herausarbeiten muss, um sich im Wettbewerb und gegenüber dem Kunden eindeutig zu positionieren. hmmh beobachtet diese Marktentwicklung. Wir halten klar an der von uns in 2010 gewählten Positionierung als Agentur für Digital Commerce und Brand Communication fest. Die Reaktion der Kunden und die Entwicklung in den Umsätzen zeigen uns, dass wir uns hier für die aktuellen Marktbedürfnisse richtig aufgestellt haben."
Was sind die größten Herausforderungen für die Digitalagenturen für 2011?
Stefan Messerknecht: "Eines der großen Themen in diesem Jahr wird für hmmh die Gewinnung von Talenten, die wir ausbilden wollen. Darüber hinaus gilt es, Fachkräfte zu finden, die zu unserer Philosophie passen und mit uns das Unternehmen, die Kunden und den Markt erfolgreich weiterentwickeln."
* Quelle >> HORIZONT.NET
*Autorin >> Jessica Mulch
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