Einzelmeldung

Review Stammtisch bremen digitalmedia April 2017

Am gestrigen Donnerstag, den 06.04.17 versammelten sich wieder einige Netzwerker der IT-und Medienszene in der Hafenbrise im Schuppen Eins um bei unserem Stammtisch über die Zukunft der Internetagenturen zu diskutieren.

Internetagenturen - Selbständig bleiben oder in einem Verbund aufgehen?
Was ist die richtige Agenturgröße der Zukunft? Wo steht die Branche jetzt und wo am Ende der Konsolidierungsphase?

Das waren die ausgehenden Fragestellungen für die Debatte. Ebenso gibt es wesentliche Entwicklungen in der Agentur-Branche: Der Markt ändert sich gerade massiv. Die großen Unternehmensberatungen kaufen sich bei Digitalagenturen ein, übernehmen sie oder bauen zumindest eigene Abteilungen auf, um ihre Kunden bei der digitalen Transformation zu beraten. Neue Player kommen auf den Markt mit einer ganz anderen Kapitalkraft als Agenturen. Der Markt wird sich deshalb in den nächsten Jahren weiter konsolidieren. Digitalagenturen haben in dieser Lage nur eine Chance: Ihr Wettbewerbsvorteil liegt im Consumer-Know-how, in den Daten und Insights, die sie haben. Daraus müssen sie ganzheitliche strategische Consultingangebote machen und diese offensiv vermarkten und die Rentabilität stärken. Sonst gehen sie unter, denn die Unternehmensberatungen haben ob?ihres Kapitals mit Sicherheit den längeren Atem.??Teilnehmer der Diskussion waren Vertreter aus verschiedenen Branchen – von kleinen Agenturen bis hin zu größeren Dienstleistern mit 200 und mehr Mitarbeitern, von privaten Weiterbildungsanbietern bis zu öffentlichen Institutionen. Zentraler Aufhänger des Gespräches war aus aktuellem Anlass der Verkauf der Agentur SinnerSchrader an das Beratungsunternehmen accenture.

Vielen Agenturen seien der Meinung sie sind zu klein um Ihre Attraktivität am Markt zu behalten. Carsten Meyer-Heder, einer der beiden Geschäftsführer der team neusta GmbH, vertritt daher die Haltung, dass für Agenturen mit einer Größe von 20-40 Mitarbeitern eine eher schwierige Perspektive besteht. Kleine Firmen könnten Nischen abdecken und sich spezialisieren, größere Firmen hätten die Power die umfangreicher Projekte zu stemmen. Dennoch sei es auch essentiell, den Kunden fortlaufende Services anzubieten. Dafür müsse es passende Mitarbeiter-Teams geben, die genau dies abdecken können. Die Herausforderung bestehe aber nicht nur darin kostendeckend zu arbeiten sondern auch individuelle bzw. passende Lösungen für die Kunden anzubieten, so die Aussage eines Teilnehmers. Oftmals sei neben Kompetenz auch Vertrauen ein Schlüsselfaktor für den Abschluss von Aufträgen. Ob eine Agentur wachsen kann oder welche Größe realistisch ist, sei aber auch vom Fachkräftemarkt vor Ort abhängig. In Norddeutschland gäbe es mehr Chancen kompetentes Personal zu akquirieren als in Süddeutschland, so Meyer-Heder.

Wie sieht also nun die Zukunft für den Agentur-Markt aus? Was sagt z.B. die Tendenz der Entwicklungen der Abgänger von Studiengängen aus dem Medien- und IT-Bereich? Die Interessen dieser Gruppe sind unterschiedlich. Die einen gingen direkt zu den „großen Haien“ die anderen würden lieber selbständig arbeiten, so ein junger Selbstständiger unter den Teilnehmern. Weitere seien wiederum bei Firmen im Mittelmaß, von denen es durchaus auch viele in Bremen gibt, angestellt. Kleine Agenturen oder Selbständige seien aber auch immer der Situation unterlegen, dass der Kunde sehr spezielle Wünsche hat oder gar die Kosten an verschiedenen Stellen drücken möchte.

Fazit unter allen Teilnehmer war jedoch besonders folgende Erkenntnis: kleine Agenturen hätten gute Chancen für die Zukunft indem sie sich sollten spezialisieren und große Agenturen durch die Möglichkeit große Aufträge zu handhaben und flexibel Personal einzusetzen. Der Stammtisch bremen digitalmedia gilt den Vereins-Mitgliedern und allen anderen Interessierten als Plattform für die ausgewählten, relevanten Themen: Hier kann man sich in entspannter und informeller Runde treffen, kennenlernen und austauschen, mögliche Kooperationen ausloten und die Neuigkeiten aus der Szene erfahren. Es soll Raum für neue Verbindungen zwischen allen Akteuren geschaffen werden - weshalb auch immer ausdrücklich alle Interessierte und Partner zu den Stammtischen eingeladen sind.

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Dorothee Mallesch
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m 0176 - 32944102
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