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Mehr Sicherheit beim autonomen Fahren

Das DFKI will die Sicherheit selbstfahrender Autos schon in der Entwicklungsphase verbessern. Quelle: DFKI GmbH + iStock.com/the-lightwriter

Eine zentrale Herausforderung des autonomen Fahrens ist die Gewährleistung der Sicherheit. Dies betrifft sowohl den Schutz des Menschen vor dem Fehlverhalten des Fahrzeugs als auch den Schutz des Systems vor unzulässiger Einflussnahme durch externe Angreifer. Im nun gestarteten Verbundprojekt "Satisfy", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 4,2 Millionen Euro gefördert wird, arbeitet ein Konsortium unter Koordination des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) an neuen Lösungen, um die Sicherheit der autonomen Fahrzeuge bereits während der Entwicklung zu gewährleisten.

Die in modernen Fahrzeugen integrierte Hardware und Software wird aufgrund einer Vielzahl intelligenter Funktionen für Komfort und Fahrassistenz immer komplexer. Durch das autonome Fahren nimmt die Zahl der Funktionen und Kompetenzen sowie deren Vernetzung noch deutlich zu. In gleichem Maße steigen die Anforderungen an die Ausfall- und Betriebssicherheit des Fahrzeugs ("Safety") sowie an den Schutz vor Angriffen durch Unbefugte ("Security"). 

Um den hohen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, müssen autonome Fahrzeugsysteme bereits in der Entwicklung redundant – mehrere Komponenten können die gleichen Funktionen übernehmen – und widerstandsfähig (resilient) konzipiert werden. Zudem ist eine durchgängige Überwachung des Systems erforderlich, um Fehler erkennen und beheben zu können. Nicht zuletzt müssen komplexe Angriffsszenarien Berücksichtigung finden, die unter anderem durch die steigende Zahl externer Schnittstellen – z.B. via Mobilfunknetz oder Bluetooth-Verbindungen im Automobil – möglich werden. Aktuell verwendete Techniken genügen laut DFKI nicht.

Hier setzt das Verbundprojekt "Satisfy" ("Frühzeitige Validierung von Safety- und Security-Anforderungen in autonomen Fahrzeugen") an, das im Rahmen der BMBF-Förderinitiative "Hightech für IT-Sicherheit" über eine Laufzeit drei Jahren gefördert wird. Darin entwickeln die Verbundpartner Techniken, mit denen sich bereits im Entwicklungsstadium Safety- und Security-Anforderungen sowohl auf Hardware- als auch auf Softwareebene gesamtheitlich erfassen und formal überprüfen lassen. Auf diese Weise soll bereits vor der finalen Integration eine verlässliche Sicherheitsaussage für die gesamte Wirkungskette getroffen werden können.

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